Geldscheine und Münzen auf dem Tisch

Einkommen & Vermögen

Worum geht es hier:
Einkommen und Vermögen müssen vom Jobcenter berücksichtigt werden unter Anrechnung der Freibeträge.

Einkommen

Geld, dass Sie oder jemand aus Ihrer Bedarfsgemeinschaft zusätzlich zu den Leistungen vom Jobcenter bekommen, müssen wir berücksichtigen. Das bedeutet, dass Sie uns dieses Einkommen schnellst möglich mitteilen müssen (z.B. unter jobcenter.digital). Darunter fallen z.B. Geld für eine Arbeit (z.B. Nebenjob), Lohn-Nachzahlungen, Weihnachts- und Urlaubsgeld, Arbeitslosen- oder Krankengeld, Steuererstattungen, Unterhaltsleistungen, Kindergeld, Rente, Kapital- und Zinserträge (z. B. Zinsen für Ihr Sparbuch) oder Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung.

Ihr Einkommen wird nicht vollständig angerechnet – es werden Freibeträge auf Einkommen abgezogen

Vermögen

Zum Vermögen gehören Geld, auf dem Konto oder in bar, sowie alle „Dinge, die sich zu Geld machen können“. Darunter fallen z.B.: Bargeld, Aktien; Bausparverträge, Lebensversicherungen, Immobilien, Schmuck, Auto, Schenkungen, Erbansprüche, etc.

Das Vermögen wird nicht vollständig angerechnet – bei der Berechnung werden Freibeträge auf Vermögen berücksichtigt.

Freibeträge auf Einkommen

Auf Einkommen aus Erwerbstätigkeit werden einkommensabhängige Freibeträge gewährt, abhängig von der Höhe des erzielten Bruttoeinkommens.
Von Einnahmen können z.B. abgesetzt werden:

Auf das Einkommen entfallene Steuern
Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung
Gesetzlich vorgeschriebene Versicherungen (z.B. Kfz-Haftpflicht)
Pauschale von 30 € pro Monat (z.B. für Versicherungen
Beiträge für Altersvorsorge (z.B. Riester-Rente)

Freibeträge auf Vermögen

Jedem volljährigen Hilfebedürftigen und seinem Partner steht jeweils ein Grundfreibetrag von 150 € je vollendetem Lebensjahr zu; mindestens 3.100 €, maximal 9.750€ bis 10.050 €. Jedem minderjährigen hilfebedürftigen Kind steht ein Grundfreibetrag von 3.100 € zu. Jeder in der Bedarfsgemeinschaft lebende Hilfebedürftige erhält zusätzlich einen Freibetrag von pauschal 750 €. Der Freibetrag ist für notwendige Anschaffungen vorgesehen.

Zusätzlich zu dem Vermögensgrundfreibetrag steht jedem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ein Freibetrag in Höhe von 750 € je vollendetem Lebensjahr für die private Altersvorsorge zu, maximal jedoch 48.750 bis 50.250 €. Voraussetzung ist allerdings, dass die Verwertung der Anlage vor Eintritt in den Ruhestand vertraglich unwiderruflich ausgeschlossen ist. Auch ein Rückkauf, eine Kündigung oder eine Beleihung darf nicht möglich sein. Ein Ausschluss der Verwertung vor dem 60. Lebensjahr reicht aus.

Einen besonderen Schutz genießt das durch das Altersvermögensgesetz geförderte Vermögen einer Riester-Rente. Geschützt sind neben den geförderten Beiträgen auch die daraus erzielten Erträge. Frei sind auch Betriebsrenten, wenn sie ausschließlich arbeitgeberfinanziert sind und eine Verfügung vor dem Eintritt des Versorgungsfalles ausgeschlossen ist.